Und was soll ich sagen? Das Lächeln war umwerfend, die Freude war groß und nach dem Musical gestern war die Freude noch viel größer. Ein sehr schönes Gefühl
Die Story ist eine Art Vorgeschichte zum Klassiker Der Zauberer von Oz und beschreibt den "Werdegang" der beiden Hexen zur guten und zur bösen Hexe und die Entstehung der verschiedenen Figuren wie den Blechmann, die im Zauberer-Film eine Rolle spielen. Elphaba - die Grüne und Glinda - die Blonde können sich erst nicht ausstehen, werden dann zu Freundinnen, kommen sich dann wieder im Streit um einen Mann ins Gehege und am Ende ist es tragisch und glücklich zugleich.
Mir hat es leider nicht ganz so gut gefallen. Technisch war die Inszenierung top, Bühnenbild, Spezialeffekte und auch die gesangliche Leistungen waren erste Sahne. Wir saßen mittig in der dritten Reihe und hatten wirklich einen tollen Blick auf die Bühne. Aber zwei Sachen störten mich eben doch: 1. Die Story ist - das kann man auch oben lesen - eine Schnulze sondergleichen, die Verwirrungen um "du bist meine Freundin" und "ich will die beliebtere sein" erinnern an eine Folge "Sex and the City" im Zauberwald. Nix für mich.
Der zweite Punkt sind die Songs und Lieder im Stück. Sie sind für mich wenig einprägsam und es sind auch keine bekannten Stücke. Schaut man sich Tanz der Vampire, das Queen- oder das Abba-Musical an, dann kennt man die Lieder, kann teilweise sogar mitsummen und ist so gleich viel besser im Stück drin. Da ich bei Wicked gar nix kannte und auch nix dabei war, was ich mir jetzt wieder anhören würde, konnte mich das Stück musikalisch nicht so begeistern.
Fazit: Opulent, technisch perfekt - aber mitgerissen hat es mich nicht. Dafür hat es aber Barbara sehr, sehr gut gefallen und da es das Geschenk für sie war, ist das auch die Hauptsache.


