Wie angekündigt war ich gestern auf dem
TYPO3-
Anwendertag in Frankfurt, um mir neue Inputs zu holen und mich einfach mal darüber zu informieren was andere so machen. Meine Meinung dazu ist zweigeteilt, denn die Qualität der Vorträge und Beiträge war stark unterschiedlich. Nicht nur inhatlich, sondern auch in der Präsentation. Bei manchen Leuten kann man wirklich nur sagen: "Geht in Euer Büro, schließt Euch ein, programmiert - aber stellt Euch nie wieder vor Leute und redet." Von "zu leise" über "zu eintönig" bis zu "20 Minuten mit der Leinwand statt mit dem Publikum reden" und "falsch angezeigten Folien" waren eigentlich alle "No-Gos" für Präsentationen vertreten.
Inhaltlich setzte sich die unterschiedliche Qualität fort. Bei einem Teil der Beiträge dachte ich mir "Ja ganz nett, aber nix Neues" Dazu blieben auch einige zu sehr an der Oberfläche, die Präsentationen hätte man auch gut einem nicht-typo3-affinen Publikum vorsetzen können. Bei einer mit genügend Vorkenntnissen ausgestatteten Zuhörergruppe hätte ich mitunter schon etwas technischere und detailliertere Angaben gewünscht. Aber es soll jetzt nicht nur nach Kritik hier aussehen, einige Vorträge waren wirklich top und sehr informativ und haben auch eine Menge neue Ideen geliefert. Hierzu zähle ich besonders die Vorträge von Cisco Webex, tobaccoland und TYPO3 mit SAP, die - alle am Ende platziert - die Veranstaltung zum Schluß nocheinmal auf ein deutlich höheres Niveau gehoben haben.
Mein Fazit sieht so aus: Diejenigen die TYPO3 selbst umsetzen, kochen alle nur mit Wasser und liefern auch keine besonderen Lösungen. Nichts, hinter dem
wir uns verstecken müssen und auch nicht viel was ich jetzt für besonders speziell und erwähnenswert halte. Diejnigen die spezialisierte Agenturen wie
AOEMedia oder
d.k.d. zu Rate ziehen, die erhalten auch innovative und teils spektakuläre Lösungen bei denen TYPO3 seine ganze Flexbilität und Erweiterbarkeit demonstrieren kann. Hier kann man sich auf jeden Fall Ideen abgucken und neue Impulse sammeln, zumal die individuelle Lösungen auch der Community wieder
zur Verfügung gestellt werden.
Insgesamt also ein durchwachsener Tag, für die doch stolze Teilnahmegebühr von 238,00 Euro hätte ich mir persönlich etwas mehr Qualität erwartet.