Mittwoch, 9. September 2009
Wild Wings Saisonvorschau - Teil 4 - Das Umfeld
1. Teil: Torhüter
2. Teil: Verteidigung
3. Teil: Sturm
So, noch zwei Tage bis Saisonbeginn. Die Spieler sind alle abgehandelt und betrachtet, bleibt noch ein Blick auf das Umfeld und ein abschließendes Fazit mit einer kurzen, aber gewagten Saisonprognose.
Trainerstab: Hier müsste ich mich wiederholen, denn über Axel Kammerer habe ich mich schon kurz nach der Verpflichtung schon ausführlich geäußert, als ich einen Vergleich zu Jari Pasanen gezogen habe. Dem dort geschriebenen gibt es nicht viel hinzuzufügen, meine Meinung hat sich nicht geändert und die Vorbereitungsspiele lassen Gutes erahnen. Er scheint auch in einem neuen Umfeld zurechtzukommen und schafft es wieder, hier eine Mannschaft zu formen. Von daher haben wir mit Axel Kammerer einen guten Griff getan. Er ist erfahren, renommiert und fachlich kompetent.
Dazu kommt sein Assistent: Toni Raubal. Der Rotschopf, ehemaliger Verteidiger, scheint ein idealer Assistent zu sein, auch wenn er ein Überbleibsel der wenig glorreichen Ära Pasanen ist. Er ist ein ruhiger, zurückhaltender Typ, der eine große Loyalität ausstrahlt. Genauso wie er Pasanen unterstützt hat, geht er jetzt Axel Kammerer zu Hand. Er muckt nicht auf, er wird akzeptiert und er arbeitet gut mit dem Chef nach dessen Vorstellungen zusammen. Mehr darf man von einem Co. nicht erwarten, Raubal erfüllt die Rolle perfekt.
Manager: Seit diesem Jahr neu am Bauchenberg: Stefan Wagner. Der von einigen schon als Heilsbringer gesehene Bayer hat sich in Schwenningen etabliert und bereits nach kurzer Zeit ein enormes Standing bei den Fans, gewonnen durch sein durchdachtes Konzept bei der Zusammenstellung der Mannschaft. Seine persönlichen Voraussetzungen sind gut: Erfahrener Mann, Stationen bei vielen Vereinen und beim DEB, eigenverantwortliche Arbeit über mehrere Jahre bei Ingolstadt in der DEL. Er hat das Kaliber das man als Manager in der 2. Liga braucht. Aber reicht das? Die Wahrheit liegt auf dem Platz, besser gesagt auf dem Eis. Eine noch so schön konzipierte Mannschaft kann auf dem Eis nicht funktionieren, Verletzungen, andere Probleme oder schlicht Pech können eine ganze Saison ruinieren und dann steht neben dem Trainer natürlich auch der Manager in der Schußlinie.
Aber ich glaube nicht, dass es in diesem Jahr soweit kommt. Nach dem polarisierenden Petr Kopta ist es einfach schön, hier einen seriösen und kompetent auftretenden Mann in diesem Amt zu haben.
Marketing & Sponsorenbetreuung: Christian Arnold ist über jeden Zweifel erhaben.
Gesellschafter: Vielleicht das größte Problem. Können sie loslassen? Ich kann jeden verstehen, dass er gerne mitreden möchte, wenn er sein Geld in den Verein pumpt. Dies wurde in der Vergangenheit auch getan, Gesellschafter die in der Drittelpause in der Kabine auftauchen, all das gab es am Bauchenberg. Aber es bringt nichts. Auch als Geldgeber und Wirtschaftsfachmann (Nein Raph, nicht die Art von Wirtschaftsfachmann wie Du es bist) muss ich anerkennen, dass andere vom sportlichen Bereich mehr Ahnung haben und mich dann raushalten. Mit der Installierung von Stefan Wagner scheint es so, als hätte sich die Erkenntnis nach dem GAU im letzten Jahre durchgesetzt. Hoffen wir, dass es auch so bleibt, wenn die Mannschaft mal ein paar schlechte Spiele macht.
Fans: Die Vorbereitungsspiele haben eindeutig gezeigt, dass die Fans süchtig nach Eishockey sind, dass sie schnell vergessen können und der neuen Mannschaft eine Chance geben. Ein Super-Zuschauerschnitt in der Vorbereitung, eine tolle Stimmung gegen Freiburg, Vorfreude und Euphorie ist überall zu spüren. Aber auch das Gefühl, dass es die letzte Chance für das Eishockey in Schwenningen ist. Vorstand und sportliche Leitung haben sich angestrengt, auch die Fans wollen sich anstrengen und das letzte Jahr vergessen machen. Alle gemeinsam wollen an einem Strang ziehen, um das Eishockey in Schwenningen wieder zu dem Stellenwert zu verhelfen, den es verdient hat. Dieses Gefühl hat man im Fanblock. Und wenn die Mannschaft die Leistungen der Vorbereitung stabilisieren kann, dann bin ich mir sicher, dass die Fans auch wieder zahlreich und lautstark im Bauchenberg und in ganz Eishockey-Deutschland aufmarschieren werden.
Fazit Umfeld: Das Umfeld ist für die neue Saison bereit. Die Fans lechzen nach gutem, ehrlichen Eishockey, mit Wagner und Kammerer hat man kompetente Leute ans sportliche Ruder gelassen. Wenn die Gesellschafter die Füße still halten und der sportliche Erfolg Einzug hält, dann können wir ein ganz tolles Jahr in Schwenningen erleben.
Gesamtfazit: Schwierig. Ich bin sowieso ein Optimist und ich glaube nicht an die Wiederholung des letztjährigen Katastrophenjahres. So schlecht kann es nicht nochmal laufen und die Voraussetzungen sind deutlich besser, das Fundament breiter und durchdachter. Top 4 und das Halbfinale sind machbar, wenn alles perfekt läuft auch mehr. Aber ich freue mich in erster Linie wieder auf stimmungsvolle und attraktive Spiele in der Helios-Arena.
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Kommentare
Mo, 21.11.2011 20:33
jetzt wird alles besser !Neuer Trainer und entlich ein neuer zweiter Spieler.Kann nur sage n super Wagner!!!!!!!
Mo, 21.11.2011 18:55
vom trainerverschleiß vergleic hbar mit dem hsv, vom spielern achkaufniveau vergleichbar mit den wölfen aus der vw-s [...]
Mo, 21.11.2011 16:58
Umbruch und Umbau??? Gerne hä tten das ALLE Fans "VOR" der S aison gesehen und nicht wenn e s als Zuschauer -keinen- [...]
Sa, 19.11.2011 16:08
Das mit dem Auspfeiffen sehe i ch nicht als so schlimm an. De r Fan darf sein Team bejubeln, der Fan darf schweigen, [...]
Sa, 19.11.2011 16:07
Ob das unbedingt der Center ma chen muss, darüber lässt sich natürlich streiten. Ich denke, das ist auch immer ein [...]