Bei diesem Artikel aus dem Wirtschaftsblatt Österreich war ich heute morgen echt unschlüssig. Schmunzeln? Staunen? Wundern? Empörung? Unverständnis? Da will ein russischer Unternehmer mit seiner Yacht als Lockvogel extra langsam vor Somalia kreuzen und wenn das Piratenboot zum Entern ansetzt, springen eine Horde bewaffneter russischer Touristen hervor und nehmen die Piraten aufs Korn. Maschinengewehre, Munition und Granatwerfer können an Bord gemietet werden, der Unternehmer garantiert einen Überfall auf der Reise. Damit die adrenalin-süchtigen Touristen ruhig schlafen können, stehen zu Ihrer Sicherheit ehemalige Mitglieder einer Spezialeinheit bereit. Für den der schon alles hat und den ultimativen Nervenkitzel sucht....
....irgendwie schade, dass es sich um eine Satire handelt. Vorstellen könnte ich mir solche Praktiken tatsächlich.
Montag, 22. Juni 2009
Vuvuzelas
Interessant was doch eine kleine oder große harmlose Tröte für Auswirkungen haben kann. Da ist der Confed-Cup in Südafrika, ein vom sportlichen Wert her eher mittelmäßiges Turnier, bei dem die Südafrikaner ihre Infrastruktur für das große Ereignis, die WM 2010, testen können. Und was fällt uns auf, was diskutieren wir? Nicht die sportlichen Klassenunterschiede und den fragwürdigen Sinn einer Teilnahme von Neuseeland. Nicht die derbe Klatsche der Italiener gegen die
Diese Vuvuzelas gehören, so lernt der wißbegierige Fernsehzuschauer, seit Jahrzehnten zur südafrikanischen Fankultur dazu. Natürlich ist es ein bißchen nervig, wenn im Fernsehen ständig dieser penetrante Tröten-Unterton den Kommentar überlagert? Aber stört mich das wirklich - nein, es stört mich auch nicht mehr als manch unpassender, inkompetenter oder einfach selbstgefälliger Kommentator. Ist es nicht arrogant zu behaupten, unsere von Ausdrücken wie "Hurensohn", "Arschlöscher" durchsetzten Fangesänge, unsere durchchoreograhierten musikalischen Auftritt in den Ultra-beherrschten Kurven, seien die "bessere" Fankultur?
Da passt es natürlich ins Bild, wenn sich "prominente" Spieler und Funktionäre wie Bert van Marwijk, Robinho oder Xabi Alonso bitte darüber beschweren. Fühlt sich bei uns einer gestört, wenn die ganze Kurve dem Torwart bei jedem Abschlag ein "Arschloch! Wichser! Hurensohn" hinterher brüllt?
Höhepunkt der Kampagne ist bisher die schnell gegründete Online-Petition gegen Vuvuzelas, verziert mit dem Untertitel "Pro Stimmung". Wer definiert "Stimmung?" Wer bestimmt, was gut und richtig ist? Wir Europäer? Ich finde man sollte mit etwas mehr Toleranz und Bescheidenheit an die Sache herangehen. Die Bedingungen sind für alle gleich (Ja, Phrasenschwein) und gute Fußballer sollten trotzdem gute Spiele abliefern können. Wir sind auf einem anderen Kontinent, in einem anderen Kulturkreis und die Menschen dort drücken ihre Freude und Begeisterung eben anders aus. Das sollte man respektieren und deshalb stehe ich hier voll auf der Seite von Sepp Blatter (ausnahmsweise).
Donnerstag, 18. Juni 2009
Ursula von der Leyen bekämpft erfolgreich Obdachlosigkeit
Das Bild gefällt mir sehr, karikiert es doch sehr gut die Wirksamkeit der geplanten Internetsperren.

Quelle: mediengestalter.cc
Hast Du die Petition schon gezeichnet?
Sonntag, 14. Juni 2009
Rezension: Grand Slam Tennis mit Wii Motion Plus

Meine neueste Errungenschaft für die Wii ist EA Sports Grand Slam Tennis mit Wii Motion Plus. Kurzfazit: Ich finds gut. Ich hab mir von Wii Motion Plus etwas mehr erwartet, aber ich kann den Entwickler des Spiels auch verstehen, der sagt, wenn man die Bewegungen zu 100% überträgt, das Spiel nur noch von Tennisprofis gespielt werden kann. Man merkt auf jeden Fall einen großen Unterschied zwischen Wiimote und Wii Motion Plus. Man kann viel genauer steuern, die Art der Schläge auch über Drehungen des Handgelenks beeinflußen.
Nachteil ist, dass die Lernphase länger dauert. Während man mit dem normalenm Wiimote manchmal nur grob das Ding irgendwie schwingen muss, muss man mit dem neuen Controller wesentlich präziser spielen. Aber ich sehe das als Herausforderung, ein Spiel das man sofort beherrscht ist auch langweilig.
Grafik und Sound sind okay, das Spielverhalten, die Rallys durchaus realistisch. Leider kann man nur die großen vier Grand Slam Turnier spielen, aber dort sind die Plätze sehr realistisch umgesetzt. Ansonsten kann man noch frei spielen, sind etwa 20 Spieler dabei. Wer also immer mal testen wollte, wie sich John McEnroe gegen Rafael Nadal schlägt, kann das ausprobieren. Das Verhalten der Spieler ist dabei realitsich wiedergegeben. Nadal steht breitbeinig und stöhnt, McEnroe flucht und wirft den Schläger, Boris heiratet in jedem 2. Satz.
Gut ist auch der Online-Modus, es gibt eine Einzel, Doppel und Nationenrangliste und man kann sehr schnell Spiele gegen andere bestreiten oder aus seiner Freundesliste einen Spielpartner raussuchen. Das ist sehr unkompliziert gelöst.
Insgesamt würde ich das Spiel für Tennisfreunde durchaus empfehlen, es macht auch zu zweit vor einem Fernseher viel Spaß und ist um Klassen besser als das bei Wii Sports mitgelieferte Tennis. Bezahlt habe ich 54,45€ bei Amazon.
8 von 10 Punkten.
Samstag, 13. Juni 2009
The Cup Changes Everything...
...vor allem meinen Schlafrhythmus. Nachdem ich von den 23 Play-Off Spielen der Penguins knapp 20 gesehen habe, bin ich irgendwie froh, wieder zu normalen Zeiten ins Nest zu können und nicht mehr um 2 Uhr nachts Eishockeyspiele anschauen zu müssen. Müssen? Ja. Müssen. Der Kampf um Lord Stanley ist einer der größten und faszinierendsten Momente die der Sport bietet. Eishockey at it's best.
Gestern nacht also Spiel 7, perfekt auf einen Freitag gelegt. Die von mir favorisierten Pittsburgh Penguins gegen den ungeliebten Liga Krösus aus Detroit. Es war nicht das beste Spiel, aber es war vor allem eins: Intensiv. Intensiv bis zum geht nicht mehr und spannend bis zum Ende. Pittsburgh geht 2:0 in Führung, Detroit rennt an und rennt an, kommt auf 1:2 heran, trifft 2 Minuten vor Schluß die Latte und eine Sekunde vor Ende hat Future-Hall-of-Famer Nick Lidström den Ausgleich auf dem Schläger. Besser gehts nicht.
So durfte Sidney Crosby als jüngster Captain seines Team seinen ersten und bestimmt nicht letzten Stanley Cup in die Höhe strecken. Crosby 21, Malkin 22, Fleury 23, Staal 19, Letang 21, Kennedy 22 - das Team der Pens hat soviel Potential für die Zukunft, ich bin mir sicher gestern den Beginn einer Ära miterlebt zu haben. Die Penguins haben die Red Wings Dominanz in der Liga beendet.
By the way: Krass finde ich wie flott die Amerikaner mit dem Merchandise sind. Bereits wenige Stunden nach dem Cup-Gewinn gibt es mehr als 100 Fanartikel zu kaufen. Leider 40$ Versandkosten nach Deutschland.
By the way 2: Ich habe den diesjährigen Champion live gesehen!!!!!!!
Das letzte Spiel der Saison wurde natürlich begossen. Aufwärmen mit Grillen und Wii-Spielen und dann in einer gemütlichen Runde das Spiel genießen. Es war ein toller Abend, bei dem auch das eine oder andere Glas Bier vernichtet wurde. Prost!!!

Mittwoch, 10. Juni 2009
Jugend von heute: Eine selbstgebaute Röntgenanlage..
..wurde einem russischen Teenager zum Verhängnis. Der Junge hatte auf dem Moskauer Mitinsky Market zwei X-Ray-Röhren erworben und zu einem selbstgebauten Röntgengerät zusammengesetzt. Beim Selbstversuch seine Hand zu durchleuchten erlitt er radioaktive Verbrennungen dritten und vierten Grades.
Ganzer Artikel!
Unsere Jugend braucht dringend andere Beschäftigungsmöglichkeiten.
Montag, 8. Juni 2009
Wählen? - Wählen!
Gestern? War da was? Ja, es war Europawahl. Und wieviele sind hingegangen? Immerhin 26,9 Millionen von 62,2 Millionen Berechtigten, eine Quote von 43,3%. Ich finde das erschreckend wenig. Und das vor allem aus zwei Gründen:
1. Das Europaparlament ist in vielen Dingen wichtiger als der deutsche Bundestag. Es werden mehr Gesetze mit Einfluss für Deutschland in Brüssel als in Berlin gemacht. Verbraucherrechte, Leiharbeiter, Roaming-Gebühren, etc.. - Entscheidungen mit direkten Auswirkungen für den deutschen Bürger. Eingebracht, debattiert und entschieden wurden Sie in Brüssel und Strassburg. Nicht bei uns. Und diese Verlagerung des Entscheidungszentrum nach Brüssel wird in Zukunft eher noch zunehmen. Die Europawahl ist also keine Testwahl für den Bundestag, kein Mittel zum billigen Abstrafen von Parteien, sondern muss als wichtiges Instrument angesehen werden, die europäische Politik und damit das eigene Leben beeinflußen zu können.
2. Politikverdrossenheit scheint "in" zu sein, auf jedem Sender finden sich Straßeninterviews mit Leuten, die "keinen Bock auf Wählen haben", deren Ding "politik nicht so ist", die denken "ist eh egal, sind alle gleich schlecht." Aber ist Nicht-Wählen die Alternative? Nein, vor allem, wenn sich die größten Motzer und Meckerer dann aus eben jener Personengruppe rekrutieren. Motzen, Schlechtreden, Schimpfen, Polemisieren - aber selber nicht gewählt haben. Wenn ich mich nicht an der Wahl beteilige, dann kann ich mir hinterher auch nicht das Recht herausnehmen, am Ergebnis herumzumäkeln. Wenn ich nicht zum Tanzball gehe, kann ich auch nicht meckern, dass ich keine Dame abgekriegt habe.
Ist Nicht-Wählen ein Protest? Augenscheinlich ja, ich sage nein. Denn mit Nicht-Wählen stärkt man die Parteien, die ihre Wähler mobilisieren können, erreicht unter Umständen genau das Gegenteil seiner Intention. Dann noch lieber den Stimmzettel ungültig machen, das zeigt, dass man sich wenigstens damit beschäftigt hat, dass man das Grundrecht der Demokratie auf Wahl seiner Vertreter nicht komplett vernachlässigt hat. Ansonsten die Stimmen doch einfach einer kleinen Partei geben. Auch wenn eine Piratenpartei, Tierschutzpartei oder Pro Volksentscheide vermutlich niemals in die Parlamente einziehen werden, es ist ein Zeichen. Die Masse machts und jede Stimme für eine kleine Partei entzieht den Großen wieder Prozente. Das ist bei allgemeiner Unzufriedenheit die einzig richtige Lösung, nicht, gar nicht hinzugehen.
Was ich aber ändern würde: Man wählt bei der Europawahl nur Listen. Diese sind vorher aufgestellt worden, die meisten Personen darauf kennt man gar nicht. Du kannst nicht den Abgeordneten Deines Wahlkreises nach Brüssel schicken, sondern einen von der Partei nach irgendwelchen - oft intransparenten - Maßstäben vorher gelisteten Kandidaten. Dadurch geht der direkte Einfluß stark verloren. Man sollte Leute direkt wählen können, man sollte Einfluß haben, wer nach Brüssel geht. Denn wer jetzt z.B. bei der CDU auf Listenplatz 1, 2, 3, 4 oder 5 steht, der hat seinen Platz sicher.Egal wie die Wahl ausgeht, egal wie er Wahlkampf führt. Also: Pro direktere Wahlmöglichkeiten, pro besseren Wahlkampf, ich will die Leute kennen, die ich wähle. Das wäre der Wahlbeteiligung auch förderlich.
1. Das Europaparlament ist in vielen Dingen wichtiger als der deutsche Bundestag. Es werden mehr Gesetze mit Einfluss für Deutschland in Brüssel als in Berlin gemacht. Verbraucherrechte, Leiharbeiter, Roaming-Gebühren, etc.. - Entscheidungen mit direkten Auswirkungen für den deutschen Bürger. Eingebracht, debattiert und entschieden wurden Sie in Brüssel und Strassburg. Nicht bei uns. Und diese Verlagerung des Entscheidungszentrum nach Brüssel wird in Zukunft eher noch zunehmen. Die Europawahl ist also keine Testwahl für den Bundestag, kein Mittel zum billigen Abstrafen von Parteien, sondern muss als wichtiges Instrument angesehen werden, die europäische Politik und damit das eigene Leben beeinflußen zu können.
2. Politikverdrossenheit scheint "in" zu sein, auf jedem Sender finden sich Straßeninterviews mit Leuten, die "keinen Bock auf Wählen haben", deren Ding "politik nicht so ist", die denken "ist eh egal, sind alle gleich schlecht." Aber ist Nicht-Wählen die Alternative? Nein, vor allem, wenn sich die größten Motzer und Meckerer dann aus eben jener Personengruppe rekrutieren. Motzen, Schlechtreden, Schimpfen, Polemisieren - aber selber nicht gewählt haben. Wenn ich mich nicht an der Wahl beteilige, dann kann ich mir hinterher auch nicht das Recht herausnehmen, am Ergebnis herumzumäkeln. Wenn ich nicht zum Tanzball gehe, kann ich auch nicht meckern, dass ich keine Dame abgekriegt habe.
Ist Nicht-Wählen ein Protest? Augenscheinlich ja, ich sage nein. Denn mit Nicht-Wählen stärkt man die Parteien, die ihre Wähler mobilisieren können, erreicht unter Umständen genau das Gegenteil seiner Intention. Dann noch lieber den Stimmzettel ungültig machen, das zeigt, dass man sich wenigstens damit beschäftigt hat, dass man das Grundrecht der Demokratie auf Wahl seiner Vertreter nicht komplett vernachlässigt hat. Ansonsten die Stimmen doch einfach einer kleinen Partei geben. Auch wenn eine Piratenpartei, Tierschutzpartei oder Pro Volksentscheide vermutlich niemals in die Parlamente einziehen werden, es ist ein Zeichen. Die Masse machts und jede Stimme für eine kleine Partei entzieht den Großen wieder Prozente. Das ist bei allgemeiner Unzufriedenheit die einzig richtige Lösung, nicht, gar nicht hinzugehen.
Was ich aber ändern würde: Man wählt bei der Europawahl nur Listen. Diese sind vorher aufgestellt worden, die meisten Personen darauf kennt man gar nicht. Du kannst nicht den Abgeordneten Deines Wahlkreises nach Brüssel schicken, sondern einen von der Partei nach irgendwelchen - oft intransparenten - Maßstäben vorher gelisteten Kandidaten. Dadurch geht der direkte Einfluß stark verloren. Man sollte Leute direkt wählen können, man sollte Einfluß haben, wer nach Brüssel geht. Denn wer jetzt z.B. bei der CDU auf Listenplatz 1, 2, 3, 4 oder 5 steht, der hat seinen Platz sicher.Egal wie die Wahl ausgeht, egal wie er Wahlkampf führt. Also: Pro direktere Wahlmöglichkeiten, pro besseren Wahlkampf, ich will die Leute kennen, die ich wähle. Das wäre der Wahlbeteiligung auch förderlich.
(Seite 1 von 1, insgesamt 7 Einträge)




Kommentare
Do, 05.08.2010 15:21
Find ich gut das du das genau mal schreibst, was ich z.Z. sa ge. Wir sind noch nicht meiste r und ich muss mir auch [...]
Mi, 04.08.2010 20:30
gut so !!!! es kann sich sehen lassen
Fr, 30.07.2010 11:37
Ich habe dem ehrwürdigen Abt n ichts mehr hinzu zu fügen.
Di, 06.07.2010 09:38
Zur zeit gibt es da keine Mögl ichkeit. Du müsstest das gesam te RSS Widget umschreiben. Fal ls du das vorhast, wäre [...]
Di, 06.07.2010 04:17
Hallo! Super Anleitung hier - Respekt!!! Weiß einer vo n euch wie man in den RSS Feed auch Fotos rein bekommt [...]