Heute ist es endlich soweit. Unsere Freunde über den großen Teich in Amerika wählen Ihren neuen Präsidenten. Ich hatte mich bereits einmal über diese Wahl ausgelassen, mich dort aber einer eigenen Meinung enthalten. Die Kommentare waren pro Obama und entsprechend damit dem in Deutschland grassierenden Barack "Yes we can!" Obama-Hype. Eine - natürlich nicht unbedingt repräsentative - Umfrage im StudiVZ erbrachte einen Rekordwert von 91,5% für den Demokraten. So deutlich wird es nicht werden und es zeigt eben auch, dass wir Deutschen in vielen Bereichen anders denken als die Amerikaner. Wir sehen auf der einen Seiten einen alten Vietnamkrieger, der voraussichtlich die Bush-Politik fortsetzen wird, garniert mit einer etwas trotteligen Frau, die gerne jagt und sich für außenpolitisch gebildet hält, weil sie von Alaska aus Russland sehen kann. Und dementsprechend fragt sich jeder, wie kann man nur John McCain und Sarah Palin wählen.
Dem gegenüber steht der strahlende, jungendliche Obama. Ein Afro-Amerikaner, der sich von unten hochgearbeitet hat, jemand der vollmundig Steuersenkungen, ein besseres Gesundheitssystem und das Ende des Irak-Krieges verspricht. Wir glauben ihm, lassen uns von seinem rhetorischen Talent, seinen hervorragend durchchoreographierten Auftritten blenden und verführen und übersehen dabei, dass er in seiner politischen Karriere bisher kaum bewiesen hat, dass er es wirklich kann. Ganz platt gesagt: Personen kommen deutlich vor Inhalten. Genau der Fakt, der in Deutschland immer an amerikanischen Wahlkämpfen kritisiert wird, lässt uns alle zu begeisterten Obama-Jüngern werden.
Dabei übersehen wir, dass die Wahl längst nicht so deutlich ist. Während sich die ganze Welt auf den CHANGE freut, kann es am Ende doch ganz anders ausgehen. Denn für die Amerikaner spielen auch noch viele andere Dinge eine Rolle. Allein die bibeltreue konservative Rechte kann mit einem schwarzen Präsidenten nichts anfangen, dazu kommen die Beschränkungen im Waffenrecht die Obama fordert bei vielen Amerikaner nie gut an. Das reicht von Kritik bishin zu offenem Hass. Obama gilt zudem als unerfahren, gerade im außenpolitischen Bereich, nicht verwurzelt im Washingtoner Establishment. Alles Argumente in denen John McCain kräftig punkten kann. Dazu kommen noch Faktoren bei der Wahl, die wir in Deutschland so gar nicht kennen. Und so kann sich doch der eine oder andere in der Wahlkabine noch im letzten Moment überlegen: "Ist das nur ein Hype oder kann Obama das überhaupt?" und das Wahlergebnis entgegen den Umfragen in eine überraschende Richtung ausschlagen lassen. Aber ich persönlich glaube nicht daran und ich hoffe es auch nicht.
Denn ich würde auch Obama bevorzugen. Insgesamt scheinen seine Ansichten vernünftiger zu sein, zudem wäre er wirklich mal ein junger,frischer und unverbrauchter Politiker der nach 8 Jahren Bush frischen Wind in die transatlantischen Beziehungen und die Weltpolitik bringen kann. Gut finde ich seine grundlegende Bereitschaft in allen Konfliktfragen die Waffe der Diplomatie zu wählen. Auch seine Pläne zum Rückzug aus dem Irak sind zu begrüßen. Dass man sich dafür stärker in Afghanistan engagiert macht für mich Sinn, auch wenn dadurch wir Deutsche als Bündnispartner mehr in die Pflicht genommen werden. Dieser Pflicht können wir uns auf Dauer sowieso nicht entziehen, wenn wir eine wichtige Rolle in der Staatengemeinschaft spielen wollen. Mehr für die Amerikaner als für uns ist es interessant, wie er seine geplanten Steuersenkungen und Sozialverbesserungen angesichts der weltweiten Finanzkrise durchsetzen kann. Hier bin ich sehr gespannt, ob und wie er von seinen Versprechungen abrücken muss. Grundsätzlich ist ein wirtschaftliches starkes Amerika für uns als Exportweltmeister nur von Vorteil.
Bei John McCain würde ich dagegen eine - abgemilderte - Fortsetzung der Bush-Politik befürchten, zudem halte ich ihn einfach für zu alt für dieses Amt. Ich befürchte, dass er den Belastungen auf Dauer nicht gewachsen sind, zudem sind seine Ansichten in vielen Punkten zu konservativ und eingefahren. Und die düstere Prognose das der alte Mann einmal durch Frau Palin abgelöst wird, löst bei mir ein kaltes Grauen hervor. Nein - John McCain, auch wenn er als Kriegsveteran und Patriot sicher nur das Beste für sein Land will, ist für mich nicht der richtige Kandidat für das Amt des nächsten amerikanischen Präsidenten.
Wie es ausgeht wird die Nacht wird es zeigen. Auch wenn ich mich damit in der Minderheit befinde, ich habe vor die Nacht so lange es geht vor dem Fernseher zu verbringen. Und bis dahin hilft der Liveticker.
Dienstag, 4. November 2008
Der große Tag - Amerika wählt
Neue Typo3 Extension - CSS Editor
Ich möchte eine weitere neue selbstentwickelte Typo3 Extension vorstellen.
Ausgangslage: Wir wollen wie bekannt an der Universität Konstanz Typo3 als uniweites CMS einführen. Das Problem ist dabei, dass wir zwar das Layout vorgeben, jeder Fachbereich und jede Einrichtung (BE-Gruppe mit eigenem Zweig) aber die Farben selber wählen darf. Beispiel: Rechenzentrum und KIM. Gleiches Layout, unterschiedliche Farben. Die Zuweisung der Farben erfolgt über CSS-Dateien, die für jede Gruppe eingebunden werden. Der Benutzer soll nun die Farben ändern können, ohne CSS lernen und eingeben zu müssen, ohne die CSS-Datei auf dem Server direkt zu manipulieren und ohne mit TypoScript-Code in Berührung zu kommen. Gefragt war also eine grafische Möglichkeit. Eine bestehende Lösung konnte ich nicht finden.
Lösung: Die von mir entwickelt Extension baut auf folgendem Grundprinzip auf. Es wird die dem aktuelle eingeloggten Backend-Benutzer zugehörige Gruppe ermittelt und das bestehende CSS-File eingelesen, das den Namen der Gruppe tragen muss. Im CSS-File sind die zu verändernden Parameter durch eindeutige Marker gekennzeichnet. Das Backend-Modul liest die Werte ein und stellt sie mit Erläuterungen in Textfeldern dar. Die Hex-Werte können direkt manipuliert werden.
Um dem Benutzer, der mit Hex-Werten nichts anfangen kann, Unterstützung zu geben ist ein Color Chooser eingebaut. Er ist aus der Yahoo UI Library entnommen. Jeder Wert eines Parameters kann im Color Chooser angezeigt und dann bequem durch Ziehen manipuliert werden. RGB- und HSV-Werte können direkt eingegeben werden.
Unterhalb des Eingabebereiches findet sich eine Live-Vorschau, die das Layout unserer Webseiten zeigt. Bei Veränderung einer Farbe wird die Vorschau direkt verändert, so dass man die Wirkung von geänderten Farben direkt ersehen kann. Sind die Farben nach Wunsch verändert, dann können sie per Mausklick in die CSS-Datei geschrieben werden und sind dann im jeweiligen Webauftritt verfügbar.
Also ein grafischer Farbeditor für CSS-Dateien mit dem man die Stylesheets bequem und ohne Vorkenntnisse ändern kann. Zusammen mit einem in der neuen Version dann hoffentlich vernünftigen Frontend Editing kann man dann auch wenig technik-affine Sekretärinnen (Achtung: 5€ in die Chauvi-kasse) auf das System loslassen.
Demonstration: Eine kurze Tour durch den CSS Editor zeigt das von mir am Bildschirm aufgenommene Youtube - Video indem man die Benutzerführung und das Look & Feel grob erkennen kann.
Weiterverwendung: Leider ist die Extension momentan sehr auf unsere lokalen Verhältnisse zugeschnitten. Deshalb ist sie auch nicht im TER verfügbar. Durch die individuellen Marker in den CSS-Dateien und die individuelle Vorschau halte ich es auch für sehr schwierig sie so anzupassen, dass man sie universell verwenden kann. Für alle Interessierten habe ich trotzdem den Code der mod1/index.php und der Beispiel-CSS Datei vorlage.css im erweiterten Blogeintrag hinterlegt
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Kommentare
Mo, 21.11.2011 20:33
jetzt wird alles besser !Neuer Trainer und entlich ein neuer zweiter Spieler.Kann nur sage n super Wagner!!!!!!!
Mo, 21.11.2011 18:55
vom trainerverschleiß vergleic hbar mit dem hsv, vom spielern achkaufniveau vergleichbar mit den wölfen aus der vw-s [...]
Mo, 21.11.2011 16:58
Umbruch und Umbau??? Gerne hä tten das ALLE Fans "VOR" der S aison gesehen und nicht wenn e s als Zuschauer -keinen- [...]
Sa, 19.11.2011 16:08
Das mit dem Auspfeiffen sehe i ch nicht als so schlimm an. De r Fan darf sein Team bejubeln, der Fan darf schweigen, [...]
Sa, 19.11.2011 16:07
Ob das unbedingt der Center ma chen muss, darüber lässt sich natürlich streiten. Ich denke, das ist auch immer ein [...]