Ich hab ja schon ein paar Bücher vorgestellt und bin auch allgemein gerne mit einem Buch beschäftigt. Ein richtiges Buch ist doch immer noch etwas anderes als ein Computerbildschirm und mein Laptop wird unter der Bettdecke auch immer so heiß. Dabei bin ich folgender Lesetyp: "Eher selten und dann heftig". Das heißt, ich kann auch schonmal wochenlang kein Buch anfassen und dann einen dicken Wälzer in zwei Tagen durchlesen. Einer meiner Lieblingsautoren die ich hier in loser Folge vorstellen möchte ist der Amerikaner Tom Clancy mit seiner Romanreihe über Jack Ryan. Die Titel der Reihe - die ich alle besitze - sind untem im Karussell aufgeführt.
In den 12 Büchern, die teils lose, teils direkt aufeinander aufbauen begleitet der Leser die Figur des smarten US-Amerikaners Jack Ryan, der als ausgebildeter Historiker beim CIA seine Karriere beginnt und mit praktische jedem Buch einen Schritt auf der Karriereleiter nach oben macht. Vom CIA-Chef über den Nationalen Sicherheitsberater wird er am Ende gar zum Präsidenten der Vereinigten Staaten. Die typische Aufstiegsgeschichte vom Tellerwäscher zum Millionär, gepaart mit einer Vorzeigefamilie mit vier Kindern, bedient typische amerikanische Klischees, stören aber nicht weiter. Die Bücher strotzen sowieso vor Patriotismus, die Amerikaner, ihr Verhalten und ihre Taten werden relativ unkritisch als die einzig wahre Wahrheit hingestellt.
Inhaltlich beginnt die Serie mit sehr detailliert und spannende beschriebenen Geschichten aus der Welt der Geheimdienste im kalten Krieg. Später sieht sich Amerika in den meisten Büchern terroristischen Bedrohungen ausgesetzt oder führt irgendwo auf der Welt Krieg. Gegen Ende werden die Bücher zunehmend politischer. Mit dem Aufstieg von Jack Ryan wächst auch der Umfang der Bedrohungen. Der Autor, der auch Fachbücher zum Thema Militär schreibt, präsentiert sehr durchdachte Handlungen, übertreibt aber manchmal mit den militärischen Details, die zwar interessant, aber für die Handlung nicht unbedingt notwendig sind. Über den Sprachstil kann man sicher streiten, hochwertig literarische Kunst zelebriert Clancy sicher nicht, aber er hat die Fähigkeit eine Spannung aufzubauen, indem er verschiedene für sich unabhängige Handlungsfäden in einem dramatischen Höhepunkt enden lässt.
Die einzelnen entworfenen Szenarien sind für sich gesehen gar nicht so unrealistisch, in der Summe sind sie natürlich übertrieben. Dies kann man aber - ebenso wie manchen weltpolitischen Kunstgriff - verzeihen, es handelt sich immer noch um fiktive Politthriller, bei denen man aber manchmal schon das Gefühl hat, sie sind extrem nahe an der Realität. Besonders die Verhältnisse im kalten Krieg sind für den jungen Leser bisweilen erschreckend.
Wer sich an einer eindimensionalen us-zentrierten Weltsicht nicht weiter stört, der kann mit den Clancy-Büchern viele spannende Stunden verbringen. Ich würde empfehlen die Reihe chronologisch zu lesen und mit "Die Stunde der Patrioten" zu beginnen. Meine persönlichen Favoriten sind "Das Echo aller Furcht" und "Der Kardinal im Kreml". Aber wesentlich fallen die anderen Titel auch nicht ab.




Kommentare
Mo, 21.11.2011 20:33
jetzt wird alles besser !Neuer Trainer und entlich ein neuer zweiter Spieler.Kann nur sage n super Wagner!!!!!!!
Mo, 21.11.2011 18:55
vom trainerverschleiß vergleic hbar mit dem hsv, vom spielern achkaufniveau vergleichbar mit den wölfen aus der vw-s [...]
Mo, 21.11.2011 16:58
Umbruch und Umbau??? Gerne hä tten das ALLE Fans "VOR" der S aison gesehen und nicht wenn e s als Zuschauer -keinen- [...]
Sa, 19.11.2011 16:08
Das mit dem Auspfeiffen sehe i ch nicht als so schlimm an. De r Fan darf sein Team bejubeln, der Fan darf schweigen, [...]
Sa, 19.11.2011 16:07
Ob das unbedingt der Center ma chen muss, darüber lässt sich natürlich streiten. Ich denke, das ist auch immer ein [...]