Donnerstag, 11. September 2008
Großer Feiertag - Weasel Stomping Day
Ein nettes Video auf das mich Tim aufmerksam gemacht hat behandelt den Weasel Stomping Day.
RSS Feeds verwalten - Blogparade
Sascha möchte in einer Blog-Parade gerne wissen, wie man die ganzen tollen RSS-Feeds verwalten kann. RSS-Feeds sind eine Art Nachrichtenticker in der die neuesten Nachrichten einer Webseite oder Einträge eines Blogs in einem standardisierten XML-Format bereitgestellt werden. Diese XML-Daten können dann mit einer speziellen Software - einem sogenannten Feed-Reader - verwaltet werden- Damit kann man sich bequem die aktuellen Meldungen aus verschiedenen Quellen auf den eigenen Rechner "schicken" lassen und muss nicht mühsam über alle Seiten klicken, ob es etwas Neues gibt.
Hier sind die Fragen, die Sascha dazu beantwortet haben möchte:
- Wie viele Blogs lest ihr regelmäßig? Etwa 10.
- Wie lange nehmt ihr euch jeden Tag dafür Zeit? 30 - 60 Minuten
- Wie verwaltet ihr eure Feeds? Google Reader
- Wo sind die Vorteile dieser Art? Kein eigenes Programm nötig, überall verfügbar
- Wo liegen die Nachteile? Google weiß alles

- Habt ihr von anderen Alternativen gehört die ihr mal testen wollt? Nein, bin damit zufrieden.
Dienstag, 9. September 2008
Eine fesselnde Lebensgeschichte - Der Schatten des Windes

Buchkritik: Je nach meiner Zeit zum Lesen möchte ich hier mehr oder weniger regelmäßig auch über die literarischen Werke bloggen, die ich mir zu Gemüte geführt habe. Und das erste Buch, dass ich behandel ich gleich mal ein richtiger Knaller, ein Buch, dass ich verschlungen habe und am liebsten in einem Stück gelesen hätte. Der Schatten des Windes ist ein Roman von Carlos Ruiz Zafón, aus dem Spanischen übersetzt, 560 Seiten dick und bei Suhrkampf erschienen.
Inhaltlich erzählt das Buch die Lebensgeschichte des jungen Daniel Sempere in den Jahren 1945 bis 1966 in einem Barcelona der Nachkriegszeit. Thematisch geht es im Buch ebenfalls um Bücher. In der Jugend fällt Daniel Sempere ein unbekanntes Buch eines unbekannten Autors namens Julián Carax in die Hände. Er verschlingt das Buch, ist absolut begeistert und will mehr über diesen unbekannten Autor herausfinden. Also macht er sich auf die Suche, forscht nach und stößt dabei in ein Wespennest und holt immer mehr Ereignisse aus der Vergangenheit (Spanischer Bürgerkrieg, Franco-Diktatur) ans Tageslicht. Trotz aller Warnungen, Rückschläge und negativen Folgen für ihn selbst, kann er von der Geschichte nicht lassen, bis er nach 20 Jahren mit der Realität konfrontiert wird und sich seine eigene Lebensgeschichte untrennbar mit der Lebensgeschichte von Julián Carax verbindet.
Nebenbei wird auch noch das Erwachsenwerden von Daniel Sempere beschrieben, die Veränderungen, die er und seine Freunde durchleben und auch das weibliche Geschlecht lässt ihn nicht in Ruhe. Das Buch ist dabei sehr spannend, sehr flüssig geschrieben und der Autor versteht es geschickt, der Geschichte durch neu aufgedeckte Fakten immer wieder eine neue Wendung zu geben.
Erzählerisch verwebt der Autor unterschiedlich Stile. Der Ich-Erzähler Daniel Sempere beschreibt in einer sehr flüssigen Schreibe mit durchaus ironischem Unterton die aktuellen Geschehnisse, während sogenannte Nebenerzähler eher faktenorientiert über Ereignisse berichten, die sich vor der Geburt Daniels ereignet haben. Die Kombination und der Wechsel der beiden Stile macht das Buch sehr interessant, Stück für Stück puzzlet man sich bis zum Ende der Geschichte.
Empfehlen kann ich das Buch eigentlich jedem, es erzählt eine spannende, kreative Geschichte in einer detailgetreu beschriebenen Umgebung. Die Wirren nach dem Krieg in Barcelona, die Unsicherheit der Menschen und die Suche nach dem Platz in der Gesellschaft - bei der sich Daniel auch ein großes Stück weit in eine für ihn "vorherbestimmte" literarische Welt flüchtet - wird mit einer starken erzählerischen Stimme dargelegt.
Das Buch kostet derzeit 9,90€ bei Amazon.
Was ist Typo3 und warum blogge ich drüber?
Ich habe sowohl im Subtitel wie auch in der Kategorieübersicht Typo3 drin. Manche mögen sich fragen, was das eigentlich ist und warum ich darüber blogge. Deshalb erkläre ich das zu Beginn gerne einmal. Typo3 ist ein Content-Management-System für Webseiten. Die Inhalte einer Webseite werden über verschiedene Masken im sogenannten Backend eingegeben, um die Darstellung und Generierung der Webseite kümmert sich das System. Für den Benutzer bedeutet dies, dass er keinerlei HTML oder sonstige Programmierkenntnisse haben muss. Ich arbeite nicht als Redakteur an den Inhalten, sondern als Entwickler in der Anpassung und Konfiguration von Typo3.
Dort wo ich schaffe - am Rechenzentrum der Universität Konstanz - planen wir die Einführung von Typo3 als uniweites CMS. An diesem Projekt arbeite ich derzeit hauptsächlich und federführend. Dabei bedarf es natürlich einiger Anpassungen, der Programmierung von Erweiterungen und der Administration des zugehörigen Servers. Zusätzlich kommt der Umgang mit Benutzern noch dazu. Neben der täglichen Arbeit setzen wir Typo3 auch als CMS für den neuen Webauftritt der Schwenninger Wild Wings ein - an dem ich ebenfalls beteiligt bin.
Da Typo3 OpenSource ist gibt es keinen "Hersteller" im klassischen Sinne an den man sich wenden kann, das Produkt ist auch in gewisser Weise unfertig. Man muss sich auf eine breite Entwickler-Community verlassen und/oder einfach selber rumprobieren und neue Lösungen finden. Was ich dabei so vor mich hin code, auf welche Probleme und Lösungen ist stoße und was ich allgemein mit Typo3 erlebe, darüber möchte ich hier eben bloggen.
Sonntag, 7. September 2008
Who the fuck is Paul Potts - oder wie man das Volk verdummt
Das ausgerechnet ich mich über die Qualität von Sängern auslasse, mag manchem hier komisch erscheinen, aber dieser Paul Potts-Hype geht mir tierisch auf den Senkel.
Ein korpulenter und mit schiefen Zähne ausgestatteter Engländer gewinnt die Casting Show Britain's Got Talent mit der für eine solche Show völlig untypischen Opernarie Nessun Dorma aus Puccinis Turandot. Das Publikum rastet aus und diese Show hat einen zugegebenermaßen emotionalen Höhepunkt wie selten bei einem sonst eher der Volksverdummung zuträglichen Showformat. Das Video auf Youtube erfreut sich größter Beliebtheit. Ein Handyverkäufer steigt zum Star auf. Dass er bereits Gesangsunterricht genommen hat, wird aus dramaturgischen Gründen gerne verschwiegen. An sich bisher noch nichts was mich stören würde, ich muss diese Castingshows ja nicht sehen.
Was aber wirklich nervt, ist, dass dieses Ereignis von einem Telekommunikationskonzern für die Werbung aufgegriffen wird, ständig auf allen Kanälen läuft, Paul Potts in jeder zweiten Talkshow sitzt und einem z.B. auch beim Olli Kahn Abschiedsspiel nicht in Ruhe lässt. Der durchschnittliche Fernsehzuschauer hält ihn jetzt für den großen Opernstar, den begnadeten Sänger mit der unglaublichen Stimme.
Dabei ist er operntechnisch nicht mehr als Durchschnitt. Natürlich läuft er jedem Hobbysänger davon, aber im Vergleich zu wirklichen Größen des Business fehlt ihm doch noch einiges. Hört Euch zum Vergleich einfach mal diese Aufnahme der 3 Tenöre oder insbesondere diesen Auftritt von Luciano Pavarotti (Gott habe ihn selig) an. Das sind wirklich perfekte Interpretationen dieser schönen Arie.
Ein schönes Beispiel wie man mit geschicktem Marketing nur durch zahlreiches, nerviges Wiederholen ein falsches Bild in den Köpfen der Menschen festigen kann.
Samstag, 6. September 2008
Schön inszeniertes Sterben - "Wanted" im Kino
Gestern habe ich mir im Kino den Film Wanted zu Gemüte geführt. Der Film ist von Timur Bekmambetok, in den Hauptrollen spielen James McAvoy (der mir schon in Last King of Scotland sehr gut gefallen hat), Angelina Jolie und Morgan Freeman. Gleich vorneweg: Der Film war sehr unterhaltsam, kurzweilig und in Bild und Ton grandios inszeniert, schwankend zwischen Absurdität und Surrealismus, jedoch ohne großen tieferen Anspruch. Empfehlung: Definitiv ja!
Die Story ist schnell erzählt: Ein tausend Jahre alter Geheimbund von Webern besitzt einen magischen Webstuhl, der mit marginalen Fehlern im Stoff einen binärverschlüsselten Namen ausspuckt, der dann von den Killern der "Bruderschaft" umgelegt wird um das Gleichgewicht der Welt zu halten. Warum das so ist, wie der Webstuhl entstanden ist und andere logischen Fragen werden nicht beantwortet, sind auch nicht weiter wichtig. Der größte Langeweiler der Welt, Wesley Gibson - der bei Google auf 0 Suchergebnisse kommt, lahmarschiger Buchhalter wird eines Tages in der Apotheke von der Killerin Fox angesprochen, dass sein Vater ermordet wurde und er jetzt in die Bruderschaft eintreten muss um ihn zu rächen. Logisch? Nein! Störend? Ebenfalls Nein! Er wird zum Killer ausgebildet, erledigt einige Aufträge und muss im weiteren Verlauf des Filmes erkennen, dass nicht so ist wie es scheint. Mehr will ich vom Inhalt an dieser Stelle nicht verraten.
Eigentlich spielt der Inhalt auch keine Rolle. Der Film lebt von seinen mit einzigartigen Bildern inszenierten sterbenden Menschen. Mitleid oder Gefühle werden ausgeblendet, der Film konzentriert sich eiskalt auf den Mord an sich. In Notting Hill hieß es "Surreal aber schön!" Eine Kamera die ständig den Blickwinkel wechselt bis der Zuschauer nicht mehr weiß wo oben und unten ist, die dann plötzlich die Zeit extrem dehnt und um die Ecke fliegenden Kugeln folgt. Brilliant gefilmt und man sitzt faszinierend vor der Leinwand wenn die Protagonisten dann auf einmal im Zeitraffer auf Chicagos Hochbahn surfen. Dazu ein sehr gelungener Soundtrack, gepaart mit absurden Mordmethoden - mein absoluter Höhepunkt die "Time to say goodbye" - Szene. Seit langem nicht mehr eine so geniale Szene im Kino gesehen.
Wer nicht zartbesaitet ist und sich nicht an in extremer Zeitlupe aus der Stirn tretenden Kugeln stört, dem sei der Film unbedingt empfohlen. An einer tiefergehenden Interpretation versuche ich mich gar nicht erst. Die in der Spiegel-Online Kritik (die ansonsten gelungen ist) angeführten fast schon faschistoiden Züge kann ich so nicht nachvollziehen, dafür ist der Film zu absurd und sieht sich eigentlich selber ständig mit einem Augenzwinkern. Das Gezeigte kann man einfach nicht ernst nehmen. Muss man auch nicht. Einfach genießen.
Mittwoch, 3. September 2008
Google Chrome - erstmal ohne mich
Was für ein Paukenschlag von Google mit der Veröffentlichung des neuen Chrome-Browsers. Ich muss sagen, schick sieht er ja aus. Schön schlicht, nicht überladen und vor allem scheint er wirklich sehr schnell zu sein. An den Logfiles unserer Server kann man sehen, dass er aus dem Stand einen Marktanteil von 3% erreicht. Respekt.
Aber ich werde ihn trotzdem nicht benutzen. Zum einen habe ich meinen Firefox mit einigen Erweiterungen so angepasst, wie ich ihn brauche. Noch mehr stört mich aber die interne Seriennummer, die verknüpft mit der ID von iGoogle oder GoogleMail das gesamte Surfverhalten aufzeichnet und nach Mountain View übermittelt. Denn bei jeder Eingabe in die Adresszeile "telefoniert" der Browser nach Hause um passende Suchbegriffe anzuzeigen. Dazu kommen noch ein paar bekannte Exploits und Sicherheitslücken. Nein danke.
Tiefer auf das Problem des Datenschutz geht der Datenschutzbeauftragte im Datenschutz-Blog ein. Lesenswert und Nachdenkenswert.
Dienstag, 2. September 2008
Straßbourg am Rhein - Stadt mit Flair
Am Wochenende mal wieder auf Kurzurlaub gewesen. Von Freitag bis Sonntag mit Barbara in Straßbourg gewesen, dabei nur ein kurzer Abstecher zum Pokalspiel der Wild Wings in Freiburg. Das Wichtigste zuerst. Straßbourg hat uns sehr gut gefallen, kann eine Reise dorthin jedem nur empfehlen. Unser Hotel haben wir über Holidaycheck gefunden und waren damit auch sehr zufrieden. Nah zum Zentrum, ordentliche Ausstattung, nur eine sauenge Parkgarage. Unglaublich in was für Ecken ein Franzose noch ein Auto reinpacken kann. Aber das Auto hat es ohne Schrammen überstanden.
Nun zur Stadt: Eine sehr gut erhaltene Altstadt, nicht umsonst unter den Schutz des Unesco-Welterbes gestellt. Traumhafte Fachwerkhäuser, ein beeindruckendes Münster und viele weitere Bauten aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Dazu die einzigartige Lage am Fluß Ill und wunderschönes Sommerwetter - was will man mehr? Schön ist auch, dass die Stadt nahezu autofrei ist, eine moderne Tram hilft beim Erkunden der City. Für 4,80€ gibt es einen 24-Stunden-Fahrschein für bis zu drei Personen.
Um einen ersten Überblick zu bekommen haben wir eine einstündige Bootstour rund um die Altstadt gemacht. Sehr empfehlenswert, da man sehr viel sieht und dazu noch Erklärungen über Kopfhörer in verschiedenen Sprachen bekommt. Danach sind wir zwei Tage lang durch die Stadt gelaufen und konnten das wunderbare Flair am Wasser genießen. Sowohl der belebte Münsterplatz wie auch das unter dem Namen Petite France bekannt Gerberviertel laden zum Bummeln und Verweilen in einem der zahlreichen Cafes und Restaurants ein, die durchgehend mit Außenbestuhlung aufwarten.
Apropos Restaurant: Trotz der vielen Touristen überzeugten alle Restaurants die wir besucht haben durch faire Preise und gutes Essen. Keine Touristenfallen. Am besten gefiel uns der Gurtlerhoft - tolle Atmosphäre im Gewölbekeller und leckere elsässiche Spezialitäten, serviert in ausreichend großen Portionen. Am Abend konnte man im bekanntesten Fachwerkhaus der Stadt - dem Maison Kammerzell - noch bis spät in die Nacht bei lauen Temperaturen draußen sitzen und bei einem leckeren Bier vom Fass die Leute beobachten. Die nachts um halb 11 gebotene Illumination der Kathedrale war eher enttäuschend.
Negativ aufgefallen sind uns eigentlich nur die vielen Bettler, die teilweise sehr aufdringlich waren und sogar beim Essen am Tisch auftauchten. Ich hab ja nix gegen die Leute, aber ein "Non" sollten sie eigentlich auch verstehen.
Fotos muss ich nachliefern - so ist das halt, wenn man noch analog fotografiert.




Kommentare
Mo, 21.11.2011 20:33
jetzt wird alles besser !Neuer Trainer und entlich ein neuer zweiter Spieler.Kann nur sage n super Wagner!!!!!!!
Mo, 21.11.2011 18:55
vom trainerverschleiß vergleic hbar mit dem hsv, vom spielern achkaufniveau vergleichbar mit den wölfen aus der vw-s [...]
Mo, 21.11.2011 16:58
Umbruch und Umbau??? Gerne hä tten das ALLE Fans "VOR" der S aison gesehen und nicht wenn e s als Zuschauer -keinen- [...]
Sa, 19.11.2011 16:08
Das mit dem Auspfeiffen sehe i ch nicht als so schlimm an. De r Fan darf sein Team bejubeln, der Fan darf schweigen, [...]
Sa, 19.11.2011 16:07
Ob das unbedingt der Center ma chen muss, darüber lässt sich natürlich streiten. Ich denke, das ist auch immer ein [...]