Web-Archive sei Dank, aus den gesammelten Newsmeldung der Wild Wings
aus der Saison 1999/2000 kann ich immer mal wieder zitieren, um ins
Gedächtnis zu rufen, was vor 12 Jahren bei den Wild Wings so passiert
ist.
1999/2000 zur Erinnerung: Wir befinden uns noch in der
DEL,Trainer ist Rich Chernomaz und im Vorjahr belegte man einen mäßigen
10. Platz. Quelle für alle Meldungen sind die SERC Wild Wings.
Hier also die Meldung vom 18.11.1999:
Thriller am Bauchenberg
Also gut, dann gehen wir es mal an. Mit einem Tag
Pause kann man das Ganze schon etwas differenzierter betrachten. Immerhin hat der PROFI
nicht nur gegen uns gepfiffen, er war einfach allgemein schlecht. Und das Ganze nahm ja
dann auch noch ein gutes Ende. Aber beginnen wir vorne:
Die Abwehr der Wild Wings machte nicht den sichersten Eindruck und bei der ersten Chance
klingelte es auch schon im Kasten der Wild Wings. Irgendwie fühlt ich mich an "NHL
2000" erinnert: Querpass vor's Tor, Direktabnahme, 0:1 (Quintin).
Wirklich sehenswert war dann das 1:1 von Dan Laperriere (A: Iain
Fraser, Scotty McCrory). Zweimal täuschte er einen Schlagschuss an und jedesmal wenn sich
ein Rosenheimer in den "Schuss" warf, umspielte er ihn um dann beim dritten
Versuch gnadenlos zu versenken.
Als dann die Wild Wings besser ins Spiel fanden, kam nur zweieinhalb Minuten später die
kalte Dusche, nicht die letzte an diesem Abend. Eine Kopie des ersten Rosenheimer Tores,
dieses Mal traf Scott Hollis zum 1:2 Pausenstand.
Nach der Pause kamen wieder die Wild Wings besser ins Spiel und nach sieben Minuten konnte
Mark MacKay nach herrlichem Sololauf seinen ersten Treffer an diesem Abend im Powerplay
erzielen. Premiere feierte dabei auch Stéphane Beauregard, der mit seinem Assist den
ersten Scorerpunkt verbuchen konnten, den zweiten Assist lieferte Scott McCrory. Aber auch
dieses Mal währte die Freude nur knapp zwei Minuten. Dieses Mal traf Sillanpää,
beziehungsweise war es eigentlich ein unglückliches Eigentor von Beauregard. Er wehrt den
Puck ab, dieser springt dann vom Pfosten an seinen Schlittschuh und dann kullert er ins
Tor.
Für das 3:3 zeichnete wieder unser Captain (A: zum dritten Mal an
diesem Abend: Scott McCrory) verantwortlich, der wieder, nach auskurierter Verletzung,
eine tolle Partie spielte und zu Recht zum Spieler des Tages gewählt wurde.
Das 3:4 war dann nur der Witz. Ein klareres Torraumabseits hab ich noch nie gesehen und
der PROFI wohl auch nicht. So genau wie der hingeschaut hat und dann trotzdem auf Tor
entschieden hat, einfach unglaublich.
Nun gut, das Tor galt, Pausenstand 3:4, und ich bekam ein extrem mulmiges Gefühl, das
auch zu Beginn des Schlussabschnittes nicht weichen wollte. Nachdem der PROFI im zweiten
Abschnitt durch unverständliche Entscheidungen das Spiel völlig zerpfiffen hatte, fingen
jetzt die Linesmen wieder an, das Bully zu zelebrieren, wie wenn es das einzig wirklich
Wichtige wäre. Die Rosenheimer verlegten sich aufs Verteidigen und den Wild Wings schien
kein Mittel einzufallen, wie sie noch zum Torerfolg kommen könnten.
Dann aber, zehn Minuten vor Schluss doch noch der verdiente Ausgleich. Wiederum war es
Mark MacKay, der einen Schuss von Dan Laperriere durch die Hosenträger des nicht immer
sicher wirkenden Algotsson abfälschte. Jetzt kannte der Jubel auf den Rängen keine
Grenzen mehr. Aber er (der Jubel) sollte noch getoppt werden, als 25! Sekunden vor Schluss
Dan Laperriere einen klasse Pass von Patrik Augusta wiederum durch die Beine Algotssons
zum 5:4-Siegtreffer traf. Was stört mich da das Bier, das sich über meinen Kopf
entleerte? Sch... drauf, Hauptsache gewonnen.
Statistiken:
Zuschauer: ca. 3.000
Strafen: Wild Wings 14 - Rosenheim 20 + 10 Disziplinar (Hollis)
Schiedsrichter: Soll einer dagewesen sein...


