Da verbringt man ein Wochenende relativ faul daheim, geht am Montag zur Arbeit und wird von einer eisigen Wolke Schneeluft erfasst, die sich breit gemacht hat. Der Sommer macht klamm heimlich den Abflug und verabschiedet sich gleich mal ganz weit weg. Dafür dürfen wir uns auf Temperaturen unter 10 Grad freuen - Herzlich Willkommen im Herbst oder doch gleich im Winter? Wenn dann dazu auf der Arbeit noch ganztägig nicht geheizt wird, da der Hausdienst mal wieder völlig überraschend vom Kälteinbruch getroffen wurde, dann frage ich mich schon ernsthaft: Klimawandel? Global Warming? Scheiß drauf, mir frieren gleich die Zehen ab.
Aber ich wollte eigentlich noch ein paar Worte zum Klimawandel loswerden - meine persönlichen Fröstelerfahrungen sind da vielleicht ein netter Aufhänger, mehr aber auch nicht. Quellen und Meinungen zu diesem Thema gibt es im Internet unzählige, von Panikmache bis zur absoluten Beschwichtigung. Ich seh das Ganze doch sehr pragmatisch: Das Klima hat sich immer und zu jeder Zeit verändert und das Leben hat auch immer einen Weg gefunden sich an die veränderten Bedingungen anzupassen. Und ob die klimatischen Veränderungen nur einen natürlichen Ursprungs sind, durch den Menschen verursacht (was ich gar nicht bestreiten will) oder durch andere äußere Einflüsse - das Leben findet immer einen Weg.
Wenn es jetzt ein paar Grad wärmer oder ein paar Grad kälter wird - es gibt auch einige Stimmen die eine neue Eiszeit prophezeien, dann wird das natürlich Folgen haben. Möglicherweise werden sich Flora und Fauna verändern, wir werden uns anders ernähren oder verstärkt mit extremen Wetterlagen zu kämpfen haben. Aber das hat es auch schon immer gegeben. Wer sagt und, dass das Jetzt der "Normalzustand" ist?
Auch wenn es hart klingt - natürlich wird es auch Opfer geben. Denn um unseren westlichen Lebensstandard weltweit zu etablieren, das gibt die Erde nicht her, dafür leben zu viele Menschen auf der Erde. Wir müssten verzichten und eine größere Verteilungsgerechtigkeit erzielen, dann können wir alle Menschen auch ernähren. Doch solange der Europäer mehr für Biosprit zahlt als der Afrikaner für Nahrung, solange wird der Bauer auch lieber Biosprit produzieren. Das ist zynisch, das Beispiel ist stark vereinfacht und so ist die Realität.
In solchen Sachen denkt jeder Mensch auch egoistisch. Gerechtigkeit für 8 Milliarden Menschen wird es nie geben, schon immer hat sich in der Evolution auch der Stärkere durchgesetzt. Damit man nicht falsch versteht, Maßnahmen zum Klimaschutz, zur CO2-Reduzierung und zu einer gerechteren Verteilung der Ressourcen sind zu begrüßen - aber das große Ganze betrachtend wird das Leben, trotz unschöner Folgen in den nächsten Jahrhunderten, sich unaufhaltsam einen Weg bahnen. Auch beim Klimawandel wird nichts so heiß gegessen wie es gekocht wird.



Vor ein paar Wochen habe ich schon von der Schneeluft geschrieben. Und gestern abend ist es dann losgegangen mit den weißen Flocken - ziemlich dick und nass zwar noch, aber immerhin. Heute morgen dann eine schöne weiße Schicht auf Bäumen und Autos. Ich ma
Aufgenommen: Okt 30, 08:59