Jetzt sind wir also tatsächlich auch am Ende der Saison Tabellenführer. Ich freue mich, ich hätte es den Wild Wings so nicht zugetraut, aber man lässt sich noch nach den ganzen negativen Überraschungen des Vorjahres auch mal positiv überraschen. Und was kommt jetzt, wo alle glücklich sind und nach den Play-Offs gieren? Richtig - eine neun Tage andauernde Pause, weil die ESBG unbedingt noch die Pre-Play-Offs in den Spielplan quetschen musste.
Ist das jetzt gut oder schlecht? Aus Sicht der Fans ist es auf jeden Fall schlecht. Jeder freut sich auf die Play-Offs, jeder ist heiß, jeder will nach dem tollen Spiel gegen Bietigheim weitere tolle Spiele sehen. Weitere umkämpfte Partien, Härte und Enthusiasmus. Die Pause lässt das Kribbeln zwar ansteigen, aber irgendwie ist es ärgerlich. Was machen wir bloß am Freitag und am Sonntag? Was tun? Was macht der Eishockeyfan außer dem Play-Off-Bart beim Wachsen zuzuschauen.
Für das Team ist es auch zweifelhaft, ob es gut ist. Einerseits kann man in der Pause regenerieren, andererseits verliert man den Rhythmus, muss wieder reinkommen und "steht nicht voll im Saft." Diesen Schritt muss man irgendwie machen, diesen Schalter muss man wieder umlegen können. Ich bin mir aber sicher, dass Axel Kammerer den Jungs schon eintrichtern wird, wann und wie es zählt.
Außerdem hat der Gegner keine Pause. Alle möglichen Viertelfinalgegner mussten im ersten Spiel schon über 80 Minuten ran und die nächsten Spiele werden auch genauso eng werden. Die Spieler sind müde, sind teilweise ausgelaugt, mussten auch bis zum Saisonende um ihre Position kämpfen, während wir es in den letzten Wochen schon ruhiger angehen konnten.
Insgesamt glaube ich, dass die Pause - so ärgerlich und nervend sie ist - für die Mannschaft zumindest nicht negativ ist.



Gruß aus Dornhan