Die Weihnachtszeit steht an. Im Eishockey heißt das immer volle Stadien, viele Spiele und Glühweinflecken auf dem Trikot. Da sich die Spiele häufen, für die Wild Wings stehen im nächsten Monat insgesamt 10 Spiele an, spricht man auch gerne von den Wochen der Wahrheit, die zeigen, wohin die Reise in der Saison geht. Die Tatsache, dass man bei so vielen Spielen zwangsläufig auch auf starke Gegner trifft, wird gerne herangezogen, um die Aussage über diese Wochen zu untermauern. Doch trifft das für uns auch zu?
Ich sage ganz klar: Nein. Natürlich treffen wir auch auf Spitzenteams. Heute in Bietigheim, nächste Woche München und Ravensburg, zwischen den Jahren Dresden und Kaufbeuren. Aber was passiert denn, wenn wir die Spiele verlieren sollten? Nichts! Oder vielleicht "nicht viel". Durch die bisher hervorragende Saison haben wir uns ein vorzügliches Polster in der Tabelle geschaffen. Selbst mit einem durchwachsenen Abschneiden in diesen Spielen stehen wir immer noch unter den Top 3 und damit voll im Soll.
Natürlich, wenn wir jetzt alles verlieren sollten, dann wird es kritisch, aber das wird nicht passieren, dafür ist diese Mannschaft zu stark. Man sollte nur einfach diese Spiele jetzt nicht überbewerten, es gibt pro Sieg auch nur 3 Punkte und der Verlauf der Saison ist nicht von diesen Partien abhängig. Nutzen wir die "Wochen der Wahrheit" um wahrhaftige Eishockeyfeste zu feiern. Gegen Bietigheim, gegen Ravensburg, gegen Dresden und gegen Hannover sind Zuschauerzahlen 3.500+ zu erwarten, spielerisch versprechen die Partien gegen die Steelers oder den EHC aus München auch wieder einiges. Feiern wir einfach die tolle Saison auch um die Jahreswende, machen wir uns keinen unnötigen Druck.
Für andere mögen diese Spiele eine besondere Bedeutung haben, wir haben den Luxus sie genießen zu können. Und das sollten wir auch tun.
Freitag, 11. Dezember 2009
Wochen der Wahrheit?
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