Gestern ging für die Wild Wings die Vorbereitung los. Der Gegner kam aus der DEL, die Krefeld Pinguine wollten sich mit den Schwänen messen. Was haben wir gesehen: 90 Minuten Gerumpel, verflachendes Spielniveau, Unsicherheiten im Deckungsverbund, zwei Tore durch Schweini und Klose und ein Spiel gegen einen schwachen Gegner, bei dem das eigene Team kaum überzeugt hat. Trotz des 2:0 Sieges eine mittlere Enttäuschung.
Eishockey? Nein, dies beschreibt das WM-Qualifikationsspiel im Fußball gestern gegen Aserbaidschan. Doch warum führe ich das hier an? Weil es verblüffende Parallelen in der Bewertung gibt. Auch die Wild Wings gewannen gestern zu Null. Fünf zu Null sogar gegen indisponierte Krefelder. Sie zeigten Kampf, Einsatz, Herz und auch schon den einen oder anderen spielerischen Leckerbissen und traten als Team auf, der Sieg kann mit Fug und Recht als souverän und ungefährdet bezeichnet werden.
Und nun zur Bewertung: Das Wichtigste ist, dass man beide Spiele nicht überbewertet. Weder den Ausreißer nach unten, noch den Ausreißer nach oben. Für Deutschland ist die WM-Quali immer noch absolut in Reichweite, die Wild Wings sind aber noch lange nicht Meister und Top-Favorit. Beide Mannschaften hatten gestern eine Pflichtaufgabe: Die DFB-Elf hat irgendwie drei Punkte geholt, die Wild Wings haben damit begonnen, die Herzen der Zuschauer zurück zu gewinnen.
Nehmen wir den positiven Impuls mit, aber bleiben wir auf dem Teppich der Realität.



Bis jetzt ist nur der (vielversprechende)anfang gemacht, ein selbstläufer wird das aber bestimmt nicht. ob die überbewerter dann wieder zu pfeiffern werden?